Camino de Santiago


logo Camino de Santiago

„Camino de Santiago“, so nennen die Spanier den Pilgerweg nach Santiago de Compostela. Eigentlich betrifft es mehrere Wege. Aus fast allen Ecken Europas fuhren Jakobswegen nach Santiago. Immer mehr werden diese alten Wege neu markiert und in Reiseführer beschrieben:

Wegen in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Durch Deutschland führen zwei alte Hauptrouten nach Spanien:

  • die Niederstraße (über Aachen und Paris), und
  • die Oberstraße (über Konstanz, Einsiedeln, Genève und Le Puy-en-Velay)

Wichtige Verbindungsrouten in Deutschland selbst sind der ‘Königsweg” von der deutsch-polnischen Grenze nach Aachen (Niederstraße), und die "Goldene Straße", von der deutsch-tschechischen Grenze nach Konstanz (Oberstraße). Von Deutschland aus führt die Oberstraße durch die nord-westliche Schweiz nach Genf und weiter nach Le Puy-en-Velay (Frankreich). Die österreichische Route mündet bei Feldkirch in den schweizerischen Teil des Pilgerweges. Der Verlauf der Nieder- und der Oberstraße finden sie auf der Karte Routen in Frankreich eingezeichnet.

Nebst den obgenannten Hauptrouten existieren viele kürzere Zubringerstrecken und regionale Jakobswege, besonders in Deutschland.


Jakobsweg durch Österreich





Jakobsweg durch die Schweiz

Webseite “Pilgerwege”, von Thekla Schrange & Aloys Schäfer, u.a. Jakobswege und Jakobusgesellschaften in Deutschland;
Webseite von Raimund Joos;
Webseite "Wandern in Europa - Fernwege.de"
Conrad Stein Verlag
Schweizerische Vereinigung der Freunde des Jakobsweges; Webseite "Jakobsweg - unterweg sein"
Sankt Jakobs Bruderschaft Österreich
Tyrolia Verlag
the British Confraternity of Saint James

Deutschland: die Niederstraße
Die “Niederstraße” führt von Aachen nach Namur. Die als “Via Mosana” bezeichnete Strecke ist gut beschrieben. Früher führte der Weg weiter bis Paris. Hierzu fehlen jedoch entsprechende Routenbeschreibungen. Wir empfehlen als Alternative den GR-654, von Namur über Vézelay (Frankreich) zu benutzen.  
Die wichtigste Route nach Aachen ist der “Köningsweg”, der damals auch die Hauptroute der Polnischen Pilger war. Dieser Königsweg leitet den Pilger von Breslau (Polen), über Görlitz, Eisenach und Köln nach Aachen. Der grösste Teil dieser Strecke ist gut dokumentiert.
 


unterwegs

Deutschland, Österreich und die Schweiz: die Oberstraße
Die Oberstraße führt von Konstanz (am Bodensee) über Einsiedeln und Genf nach Le Puy-en-Velay (Frankreich). Der Pilgerweg ist inklusiv den Anschlussrouten ab Waldshut und Basel, sowie die Variante nach Arles (Frankreich) gut beschrieben.
Die "Goldene Straße” ist die wichtigste Anlaufstrecke nach Konstanz und wurde durch die tschechischen und polnischen Pilger als Hauptroute genutzt. Die Goldene Straße verläuft von Krakau (Polen) über Prag und Pilsen (Tschechien) nach Tillyschanz. Sie führt dann den Pilger weiter über Nürnberg nach Konstanz. Es existieren gute Routenbeschreibungen ab Tillyschanz (deutsch-tschechischen Grenze).
Auch gibt es eine Wegbeschreibung von der österreichischen Strecke, die von der slowakischen Grenze über Wien bis in die Schweiz führt.



Jakobsweg durch die Schweiz: Thuner See

Wegen in Frankreich

Die vier Hauptwegen durch Frankreich nach Spanien sind:

  • der Weg ab Paris (über Tours und Bordeaux)

  • der Weg ab Vézelay (über Bourges oder Nevers)

  • der Weg ab Le Puy-en-Velay (über Conques und Moissac)

  • der Weg ab Arles (über Toulouse)

Diese Wegen sind aufgenommen in die Karte hierneben. Der bekannteste „chemin“ ist der ab Le-Puy-en-Velay (GR 65). Mittlerweile ist und wird tüchtig gearbeitet an der Beschilderung und Beschreibung der anderen drei Wegen und einige Zubringerrouten. Das gilt auch  für die Zubringerrouten ab der Niederlande, Belgien, Deutschland, Österreich und der Schweiz bis zu den bereits genannten Ausgangpunkte Paris, Vézelay, Le Puy und Arles. Mittlerweile gibt es auch Dokumentationen zu einzelnen französischen Zubringerrouten wie z.B. die in der Bretagne, dem Elsass, und die von Cluny und Lyon nach Le Puy-en-Velay.
Daneben weisen wir Ihnen auf
die Überquerung Pyrenäen ab Sain-Jean-Pied-de-Port.


"Chemins de St.Jacques"
vergrößern



Start Weg ab Paris: Tour Saint-Jacques



Le Puy-en-Velay



Moissac

les Amis de Saint-Jacques des Pyrénées-Atlantiques
(Saint-Jean-Pied-de-Port) et
les Amis de Saint-Jacques de la Voie de Vézelay
la Fédération Francaise de la Randonnée Pédestre (FFRP)

LEPERE Editions
ACIR Compostelle et Rando Editions
Les Editions du Vieux Crayon ("Miam-miam-dodo")

the British Confraternity of Saint James

Cicerone Press

Conrad Stein Verlag
Rother Wanderführer
Salem Edition
Bruckmann Verlag
Webseite “Pilgerwege”, von Thekla Schrange & Aloys Schäfer
Webseite "Wandern in Europa - Fernwege.de"

Frankreich: der Weg ab Paris
Es existiert nur eine grob gehaltene Wegbeschreibung über den GR 665 ab Paris. Die Strecke selbst wird selten begangen und nur wenige Pilgerherbergen säumen den Weg. Die Route führt an den Höhepunkten wie Chartres aber auch den endlosen Nadelwälder von Les Landes vorbei.


Chartres: Kathedrale

Frankreich: der Weg ab Vézelay
Von Vezelay aus gibt es zwei alternative Wegstrecken:  Den Weg Richtung Südwesten ( Saint-Jean-Pied-de-Port) und die Verbindung zum Weg von Le Puy en Velay, über den GR 3. Auch auf der südwestlichen Route gibt es zwei Varianten, den sogenannten „historischen Weg“ auf dem GR 654 ( via Nevers an der Loire oder via Bourges). Diese Routen sind gut beschrieben und auch gut ausgeschildert. Nach und nach kommen aber mehr Übernachtungsmöglichkeiten für die Pilger dazu. 
Die Verbindungsroute nach Le Puy ist nur global beschrieben.



Vézelay

Frankreich: der Weg ab Le Puy-en-Velay (GR 65)
Diese Strecke ist schon seit Jahren die meist benutzte Anlaufstrecke nach Spanien, durch manchmal prächtige Landschaften und uralte Städtchen, die von der reichen Geschichte vom „Chemin de Saint-Jacques“ zeugen. Der Nachteil dieser europaweit bekanntesten Strecke liegt darin, dass sie von vielen Pilger begangen wird, die häufig schon lange vor ihrer eigentlichen Reise Plätze in den Pilgerherbergen reservieren. Dadurch geraten Pilger, die ohne Vorausreservierung unterwegs sind, oft in Schwierigkeiten, weil sie bei ihrer Ankunft an ihrem Etappenort in den Pilgerherbergen keinen Schlafplatz mehr vorfinden.

 


Conques

 

Frankreich: der Weg ab Arles
Die Hauptstrecke aus Arles (GR 653) geht über Montpellier und Toulouse nach Col du Somport, um da anzuschlieszen an den Camino Francés. Eine andere Möglichkeit ist um ab Montpellier direkt nach Narbonne und von da ab „le Chemin du Piémont“ zu folgen nach Saint-Jean-Pied-de-Port. Über die GR 65 schlieszt die Strecke sich die anderen Startvarianten vom Camino Francés an.



Arles: Kathedrale
tipp: Pilgerpass
In Spanien benötigen sie einen Pilgerpass für die Übernachtung in den “Refugios”. Dieser sollte täglich abgestempelt werden. Einen Pilgerpass bekommen sie durch Bezahlen einer geringen Gebühr beim Pilgerbüro in Saint-Jean-Pied-de-Port, 39 rue de la Citadelle. Das Büro befindet sich gleich gegenüber unserer Herberge. Einen Pilgerpass können sie auch in Roncesvalles beziehen. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, dass sie den Ausweis bei der Jakobsverein Ihres Landes bestellen.

Pilgerpass

Frankreich: (westlicher) Übergang Pyrenäen
Kurz vor Saint-Jean Pied de Port, in Ostabat, kommen die Wege aus Paris, Vézelay und Le Puy-en Velay zusammen. (Der Weg aus Arles kommt in Puente la Reina (Spanien) mit dem anderen Weg zusammen). Es sind dann noch rund 800 Kilometer nach Santiago de Compostela.

Saint-Jean-Pied-de-Port ist seit Jahrhunderten ein wichtiger Übernachtungsort vor dem Übergang über die Pyrenäen. “Pied-de-Port” bedeutet “am Fuß des Passes”. Der Übergang selbst wird de Cize genannt (auf baskisch Garazi). Im Codex Calixtinus (aus dem 12. Jahrhundert) wurde der Übergang über die Pyrenäen wie folgt beschrieben.

“Dort, in dem Baskenland, führt der Weg von St. Jakobus, zu einem hohen Berg, die Passage darüber ist die von Cize. Sie ist so hoch, das man denkt, den Himmel zu berühren.
Nahe dieses Berges, nach Norden hin, ist das Tal, welches “Valcarlos” wird genannt.
Gehst du durch dieses Tal, brauchst du den Berg nicht zu besteigen”.

Von Saint-Jean-Pied-de-Port (auf 146 Metern) gibt es also zwei Routen über die Pyreneen nach Roncesvalles (auf 952 Metern):

  • der “hohe” Weg, die “Route Napoléon” oder der traditionelle Weg ( über den GR 65 ). Der höchste Punkt ist die Puerto de Lepoeder auf 1410 Metern.
  • der Weg durch das Tal von Karl dem Großen, durch das gleichnamige Dorf Valcarlos. Der höchste Punkt ist die Puerto de Ibañeta auf 1057 Metern.

Für Fußpilger ist die “Route Napoléon” die Gebräuchlichste. Fahrradfahrer fahren beinahe alle via Valcarlos, über die D933 (diese ist auf der Karte in braun eingezeichnet).
Für die Fußgänger, die via Valcarlos gehen wollen, ist eine Route ausgezeichnet, die die D933 nach Möglichkeit meidet.
Die beiden Fußwege sind in der Karte in gelb und rot ausgezeichnet. Kurz nachdem man die Stadtbefestigungsmauer von Saint-Jean-Pied-de-Port, durch die Porte d´Espagne verlassen hat, trennen sich die Wege. Auf einer Hinweistafel am Weg wird deutlich darauf hingewiesen (siehe Foto).

Bereiten Sie sich gut auf diese Etappe vor und bedenken Sie das Sie sich in den Bergen bewegen. Das Wetter kann schnell umschlagen und bei Nebel müssen Sie besonders vorsichtig sein. Im Frühjahr und im Herbst können Schnee, Kälte, aufgeweichte Böden und starker Wind den Übergang gefährlich machen.

Deshalb die folgenden Tipps:

  • Gehen Sie es ruhig an und starten Sie wenn sie gut auf die Tour und auf den Übergang über die Berge vorbereitet sind. Bedenke Sie, das viele Pilger bereits in den ersten Tagen Blessuren erleiden, weil sie zu hart begonnen haben. ( Ein Teil von ihnen muß den Weg bereits in Pamplona beenden, weil sie sich überfordert haben ). Geben Sie sich selbst die Zeit, um ihren eigenen Rhythmus zu finden. Überlegen Sie, ob Sie nach Ihrer Ankunft, am kommenden Tag beginnen wollen, oder ob Sie sich nicht zuerst akklimatisieren wollen, oder ob sie den Übergang in zwei Tagen bewerkstelligen wollen. Wenn Sie eine gute Kondition haben und gut ausgerüstet sind, ist der Übergang nach Roncesvalles in gut einem Tag zu schaffen ( als Mittelwert gilt hierbei 8 Stunden, ohne Pausen ). Die meisten Radfahrer fahren in einem Tag bis nach Pamplona.  
  • Entscheiden Sie sich für eine Route, nachdem Sie sich im Pilgerbüro ( 39, rue de la Citadelle – gegenüber unserer Herberge ) nach der Wettervorhersage informiert haben. Wenn man ihnen sagt den Höhenweg nicht zu nehmen, dann tun Sie es bitte auch nicht!!! Bei schlechtem Wetter sind die Wegemarkierungen schlecht zu finden und es geschehen viele Unfälle.
  • Wenn Sie sich entschieden haben unterwegs auf der “hohen Route” zu übernachten, so gibt es hierfür zwei Möglichkeiten: Ferme Ithurburia ( Hounto), nach ca. 1,5 Stunden Fußweg, und Refuge auberge Orisson, nach ca. 2,5 Stunden Fußweg. Sorge Sie dafür, dass Sie zeitig einen Schlafplatz reservieren. (Achtung: wenn Orisson belegt ist, bietet man manchmal an, Ihnen irgendwo anders unterzubringen. Das ist im Dorf Saint-Jean-le-Vieux: zurück nach Saint-Jean-Pied-de-Port und dann noch 5 Km. weiter!). Nach Orisson kommt, außer einer Quelle ( Fontaine de Roland ) nichts mehr. Wenn es sehr lange heiß war, kann diese Quelle trocken sein.
  • Kurz nach dem höchsten Punkt auf diesem Weg ( bei guten Wetter können Sie zum ersten mal Roncesvalles im Tal unter Ihnen sehen ), können Sie erneut zwischen einem sehr steilen Abstieg und einem längeren, aber weniger steilen Abstieg via Puerto de Ibañeta wählen. Wir raten dazu, den längeren Abstieg zu wählen. Der Wegabzweig ist mit Hinweisschildern gekennzeichnet (siehe Foto)
  • Wenn sie vorhaben den flacheren Weg über Valcarlos zu folgen und unterwegs übernachten wollen, so liegt es auf der Hand, dies in Valcarlos zu tun. Valcarlos ist das erste Dorf hinter der französisch/spanischen Grenze. Es gibt verschiedene Übernachtungsmöglichkeiten ( es soll selbst ein kleines Pilgerrefugio geben). Nach Valcarlos kommen noch einige einzelne Häuser aber sonst kommt bis Roncesvalles nichts mehr.
  • Tipp für Radfahrer: vermeiden sie Pamplona!

Nach den Warnungen und Hinweisen noch ein Rat von uns: Genießen Sie die Etappe, denn sie ist wahrlich prächtig.

In Roncesvalles können Sie im dortigen Kloster übernachten. Dieses wurde im Jahr 1132 gegründet, um Pilgern eine Unterkunft zu bieten. Die Bergetappe war früher noch viel schwerer als heute, es gab sogar noch Wölfe in dieser Region. Es gab Zeiten, da wurden im Kloster jährlich 25.000 Mahlzeiten an Pilger ausgegeben.


Saint-Jean-Pied-de-Port > Roncesvalles      vergrößern




Der Wegabzweig: "hoch"(1) oder "Valcarlos"(2)

 


Orientationstafel (Route Napoléon, auf 800 Metern): in der nähe gibt es Wasser.




kurz vor Bentarte Pass: "croix Thibaud" (Route Napoléon, auf 1300 Metern)

 


kurz nach Bentarte Pass: ein Notunterkommen.

 


ein wenig weiter: Fontaine de Roland.

 


kurz nach Lepoeder Pass (Route Napoléon, auf 1410 Metern): der Wegabzweig - Links: sehr steil ("Camino con fuertes pendientes") oder Rechts: weniger steil ("Camino recomendado"). 

 


Puerto de Ibañeta

Tipp: „Express Bourricot“ 
Mit dem Busdienst „Express Bourricot“ (Tel. 0033-(0)661960476) können Pilger oder nur der Rucksack von Saint Jean Pied de Port nach Roncesvalles über die Berge gebracht werden. Wer sich hierzu entschließt verpaßt allerdings eine der schönsten Etappen des Weges.  

Wegen in Spanien

Der „Camino Francés“ ist der bekannteste Weg durch Spanien. Da dieser Camino immer stärker benutzt wird, gibt es immer mehr Aufmerksamkeit für andere Wegen, die auch schon  damals nach Santiago de Compostela führten. Wir beschränken uns auf:

Diese Wegen sind aufgenommen in die Karte hierneben.



der Camino in 1648


Caminos in Spanien heute (und Portugal)      vergrößern



Santiago de Compostela

 


Puente la Reina

Radfahrer: Erhöhte Vorsicht beim Befahren der spanischen Strassen!
Aufgrund der starken Zunahme des Autoverkehrs und wegen den vielen Baustellen verlangt das Befahren von diversen Teilstrecken von den Radfahrern eine erhöhte Aufmerksamkeit und eine situationsgerechte Fahrweise.
la Federación Española de Asociaciones de Amigos del Camino de Santiago 
la Asociación de Amigos del Camino de Santiago de Sevilla

"jacobeo.net"
"Mundicamino"
"infocamino"

Editorial Everest
El Pais-Aguilar
LEPERE Editions
Rando Editions
Editions Christian Champion ("Manger et dormir")
Les Editions du Vieux Crayon ("Miam-miam-dodo")

the British Confraternity of Saint James

Camino de Santiago
Cicerone Press
Camino Guides
Pilipalapress

Conrad Stein Verlag
Rother Wanderführer
Salem Edition
Webseite “Pilgerwege”, von Thekla Schrange & Aloys Schäfer
Webseite "Wandern in Europa - Fernwege.de"

Spanien: der Camino Francés
Der Camino Francés wird da immer mehr benutzt werden, auch durch neue Bebauungen und neue Autobahnen,  doch die Strecke bleibt faszinierend: Landschaften die sich abwechseln, eine reiche Kultur, ein dichtes Netz an „refugios“ und ... das unentbehrliche Bewusztsein dasz in mehr als 1000 Jahren millionen Pilger vorausgegangen sind.

Der Camino Francés hat zwei Startpunkte, beide an der spanisch-französischen Grenze in den Pyrenäen.

  •       Roncesvalles, ± 30 Kilometer südlich von Saint-Jean-Pied-de-Port, und

  •       Col du Somport, ± 40 Kilometer südlich von Oloron-Sainte-Marie. Schlieszt an der Weg ab Arles an.

Die beiden Strecken kommen zusammen in Puente la Reina und folgen danach derselben Strecke nach Santiago de Compostela. Fast alle Reiseführer beschreiben beide Startvarianten.


Roncesvalles: "refugio"


die "refugio": Innenseite 

Tipp: eine Alternative für das Schluss der Camino Francés
Als eine Alternative für das sehr stark besuchte Schluss der Camino Francés verweisen wir nach der
Vía de la Plata.

Spanien: die Caminos del Norte
Die Entwicklung der Camino de Santiago und die Eroberung von Spanien von den Mauren hängen stark mit einander zusammen. Für die Pilger aus den nordlichen Ländern war  der Camino entlang der Nordküste von Spanien lange Zeit die sicherste und die meist benützte Strecke. Erst als die Mauren weiter nach dem Süden zurück getrieben waren, entwickelte der Camino Francés sich zur Hauptstrecke und ist es noch immer.
In den letzten Jahren nimmt die Interesse für die nordliche Küstenstrecke schnell zu. Eigentlich geht es hier nicht um eine Strecke sondern mehrere: „Los Caminos del Norte“. Die Variationen unterscheiden sich besonders durch den Punkt warauf man die spanische Küste verläszt um, durch die Küstengebirge, anzuschließen auf der Camino Francés. Die kürzeste Variante ist der Camino Vasco del Interior, ab Irun (an der spanisch-französischen Grenze, über Vitoria/Gasteiz, nach Santo Domingo de Calzada (± 120 Kilometer  nach Puente la Reina). Die längste Variante ist der Camino de la Costa, ab Irun, durch Santander, Gijón und Ribadeo nach Arzua ( ± 40 Kilometer vor Santiago de Compostela). Von den dazwischenliegenden Varianten, beschrieben ab der Nordküste bis zum Anschluβ an den Camino Francés, nennen wir hier noch:

  • der Camino Primitivo, ab Oviedo ( ± 25 Kilometer südwestlich von Gijón) durch Lugo, nach Palas de Rei ( ± 90 Kilometer vor Santiago de Compostela), und
  • der Camino ab Oviedo nach León.


Camino del Norte: 
San Sebastián - Donostia


Camino del Norte: in der Nähe von Noja


Camino del Norte: Bilbao 
(Guggenheim)

Tipp: Verbindung mit Wegen in Frankreich
Von Saint-Jean-Pied-de-Port kann man über die GR 10 in fünf Etappen nach Hendaye gehen. Dieses Städtchen liegt an der Atlantische Küste, gerade nördlich von Irun, dem Anfangspunkt der nordlichen Caminos. Eine andere Möglichkeit ist, dasz man ab Saint-Jean-Pied-de-Port nach Roncesvalles geht und da die GR 11 nimmt. Diese GR 11 bringt dich in drei Etappen nach Irun.
Mehr Informationen über die GR 10 und GR 11 findest du unter Pyrenäen.

Spanien: der Camino de Fisterra
Der Camino Francés folgt einer viel älteren Pilgerstrecke, die schon von den Kelten  benutzt wurde (lese mehr hierüber bei (Sternen)weg). Die Strecke führte weiter nach dem, ehemaligen, Ende der Welt. Im Mittelalter folgten christlichen Pilger diesem alten Beispiel,  durch Compostela weiterzulaufen zum Cabo Fisterra: dem Kap am Ende der Welt. Diese alte Tradition wird von immer mehr Pilgern aufgenommen. Einigen folgen hier einem alten Ritual, um sich symbolisch zu verabschieden von der „ Vergangenheit“ und damit auch der Anfang vom „Neuen“ zu markieren. Zum Beispiel alte Kleiderstücke ins Meer zu werfen oder zu entsorgen.
Ab Fisterra kann man mit dem Bus zurück nach Santiago. Die Pilger im Mittelalter gingen natürlich zu Fusz, ganz nach Hause.

Informationen über die Strecke können Sie u.a. bekommen bei dem Pilgerbüro in Santiago (Adresse: Rúa do Vilar 1). Sie bekommen da von selbst wenn Sie Ihre „Compostela“ abholen, die Urkunde, die erklärt, daβ Sie den Camino gelaufen oder mit dem Rad gefahren sind.


Cabo Fisterra

Spanien: die Vía de la Plata
Die Via de la Plata, ab Sevilla nach Santiago, ist eine gute Alternative für der Camino Francés oder eine gute Möglichkeit um den Camino danach neu zu erleben, aber dann ganz anders. Diese Via wird noch viel weniger benützt und führt duch das stille Landesinnere von Spanien. Die Strecke führt Ihnen durch prächtige, im Süden afrikanisch anmutende Landschaften, fesselnde Städte und Städtchen wie: Sevilla, Mérida, Cáceres, Salamanca und Zamora.

Die Via de la Plata hat zwei Schluszvarianten, ab dem Dorf Granja de Moreruela, ± 40 Kilometer nördlich von Zamora:

  • die nördliche Variante schlieszt sich nach ± 100 Kilometer auf der Camino Francés an,

  • die westliche Variante geht über Orense nach Santiago entlang einer eigenen, viel weniger benützten Strecke.



Sevilla


in der Nähe von Salamanca

Tipp: eine Alternative für das Schluss der Camino Francés
Die Schluszvarianten der Via de la Plata bieten die Möglichkeit, den verkehrsstarken Teil von der Camino Francés zu vermeiden. Verlasse diesen Camino dann bei Astorga und geh südlich nach Granja de Moreruela. Da nehmen Sie die westliche Variante der Via de la Plata nach Santiago de Compostela. Die meisten Ausgaben beschreiben die beiden Schluszvarianten.  

Codex Calixtinus

Der Codex Calixtinus ist einer der ältesten Schriften über den Camino de Santiago und ein prächtiges Beispiel von der reichen Geschichte dieses Pilgerwegs. Der Codex datiert schon aus dem 12. Jahrhundert und ist benannt nach Papst Calixtus II. Natürlich ist viel Aufmerksamkeit gerichtet auf Jakobus, den Wunder die er getan hat und der Überbringung seines Leichnames nach Galizien.
Der Codex mahnt die Pilger auch sich gut zu benehmen und verflucht jeden der unehrlich Geld nimmt wie: verkleidete Priester, Huren, Geldwechsler und ... bestimmte Gastwirten.
Das letzte Teil des Codex ist besonders eine praktische Reiseausgabe für den Pilger. Hierin werden die vier Hauptstrecken duch Frankreich und die Strecke durch Spanien beschrieben.

Viele Lieder des Codex Calixtinus werden heutzutage immer noch gesungen. In unserer Herberge spielen wir diese Musik gerne während des Frühstücks:

  • "Miracles of Sant'iago; Music from the Codex Calixtinus", von Anonymous 4; Verlag: Harmonia Mundi, und
  • "Pilgrimage to Santiago", von The Monteverdi Choir mit John Eliot Gardiner, Verlag: Monteverdi Productions Ltd


Codex Calixtinus