L'Esprit du ChemiN


unsere 2000er Gäste in 2006: Maurizio, Roberto und Giovanni, aus Italien 


am 18. August 2007 haben wir unser 10.000er (!) Gast empfangen: Joseph, aus Frankrijk


Pilger unterwegs (Puerto del Perdon, Spanien)

L'Esprit du Chemin

ist eine Herberge von, für und durch Pilger, die
Gastfreundschaft und Unterkunft bietet in einer Tradition von Einfachheit, Kwalität und Inspiration.

Die Herberge “L´Esprit du Chemin wird ausschließlich von Freiwilligen, ehrenamtlichen Helfern, betrieben und hat nicht das Ziel, Gewinne zu erwirtschaften.

Viele Leute möchten den täglichen Stress eine Weile vergessen. Zurück nach der Einfachheit, nach der Natur. Auf der Suche nach neuer Inspiration. Vieler deren greifen ihre Wanderschuhe und gehen den Jahrhundertalten Jakobsweg nach Santiago de Compostela (der "Camino"). Der Jakobsweg spricht uns sehr an. Nicht zuletzt weil dieser Weg uns selbst auch viel gebracht hat.

Mehr Wanderer bedeutet  aber auch mehr Nachfrage nach Schlafplätzen. Kommerziëlle Interessen könnten eine eigene Rolle spielen, mit der Gefahr das der ursprüngliche Karakter und Zweck des Jakobsweges verloren ginge. 
Wir möchten einen Beitrag liefern sodass ‘der Geist des Weges’ erhalten und lebendig bleibt. Deshalb haben wir ein jahrhundertaltes Haus an dem Camino gekauft und umgebaut zu einer richtigen
Herberge.
Ein stimmungsvoller, schöner Ort, wo mann zur Ruhe kommt, sich duschen kann, und in einem herrlichen Bett schläft. Ein Treffpunkt wo zusammen mit uns und anderen Gästen gegessen wird. Also: eine Herberge wo mann kurz heimkommt.

die Gastwirte

In den vergangenen Jahren haben wir selbst die Reise nach Santiago de Compostela in verschiedener Art und Weise gemacht. In 1999 wanderte Arno in 100 Tagen von den Niederlanden, über  Vézelay, Le Puy-en-Velay und Santiago, nach Cabo Fisterra. Ein Jahr später, inspiriert durch diese Reise,  verliess Huberta Le-Puy-en-Velay zu fuss und erreichte zwei Monate später Santiago.
Im Frühjahr 2002 haben wir den Weg zusammen gemacht.
Das war unser grosser Wunsch. Entlang die Ruta de la Plata (Silberstrasse) wanderten wir von Sevilla nach Santiago de Compostela. Während dieser Reise entstand die Idee, unsere Herberge “L’Esprit du Chemin” zu eröffnen.
Es ist eine neue Etappe in unser "Pilger"sein. Wir wandern leidenschaftlich gerne, und kombinieren gerne Natur und Kultur. In wunderschönen Orten, auf der ganzen Welt, haben wir eindrucksvolle Touren gemacht und haben wir genossen von wertvollen persönlichen Begegnungen.
Die letzten Jahre arbeitete Huberta als Theaterregisseurin, Trainer, und Coach. Arno arbeitete als Betriebsleiter bei öffentlichen Instanzen. Jetzt heissen wir Sie, im Frühling und Sommer, gerne Wilkommen in unserer Herberge. Im Herbst und Winter führen wir unsere ‘alten’ Tätigkeiten aus oder entwickeln wir neue Aktivitäten, im "Geist des Weges".

Selbstverständlich machen wir nicht alles alleine. Wir bewirten die Herberge zusammen mit anderen Freiwilligen. Auch auf anderer Art und Weise bekamen und bekommen wir viel Hilfe von Freunden: beim Umbau und der Aufrechterhaltung unserer Herberge, bei der Übersetzung und Verwaltung dieser Webseite, Rechtsberatung, usw. Ohne diese Hilfe würde es "L'Esprit du Chemin" nicht geben.

In 2008 bewirten Huberta und Arno die Herberge zusammen mit 27 `hospitaleros` aus 5 Länder. 

 


Huberta & Arno



Herberge "L'Esprit du Chemin"

Tipp: werde Gastwirt!
Viele Pilger möchten etwas von der Gastfreundschaft, die sie selber während ihrer Pilgerreise erfahren haben zurückgeben. Die kann auf verschiedene Weise geschehen, z.B. indem man für eine Zeit als Freiwilliger in einem Pilgerbüro oder in einer Herberge (“refugio”) mitarbeitet.

Die französische Jakobsgesellschaft “Association des Amis du Chemin de Saint-Jacques des Pyrénées-Atlantiques” betreibt in St. Jean Pied de Port, gegenüber unserer Herberge ein Informationsbüro für Pilger. Weiter Informationen hierzu findet ihr auf der homepage der Gesellschaft

Möchtest du als Freiwilliger in unserer Herberge  "L'Esprit du Chemin" mitarbeiten? Dann nimm bitte Kontakt mit uns auf. Vielen Dank.

 

 

 


 

unser Logo

Unser Logo besteht aus drei Teilen die, unserer Meinung nach, zusammen "L'Esprit du Chemin" -der Geist des Weges- bilden:


unser Logo: das Haus
Vielleicht erscheint es widerspruchsvoll das sich in der Mitte des Logos ein Haus befindet. Jeder Weg benötigt aber Raststätten, wo Reisende sich erholen können. Ausserdem ist “L'Esprit du Chemin" auch für uns eine Raststätte, auf dem Weg nach …..? Wer wird es sagen. Erstmals haben wir unsere Rucksäcke hier ausgepackt und wir fühlen uns hier sehr zu Hause. Die Erfahrung ist wunderbar: erst waren wir selbst die Reisenden, jetzt sind Leute aus der ganzen Welt unsere Gäste.  



unser Logo: die Musschel
Der Camino de Santiago ist für uns eine wichtige Inspiration und weitaus die meisten unserer Gäste sind “Pilger”. Das Symbol des Camino’s ist, schon Jahrhunderte lang, die Jakobsmusschel. Bezüglich dieses Symbols, gibt es viele Legenden. Wie zum Beispiel die Geschichte des Ritters, der ins Meer geschleudert wurde, aber im letzten Moment von Jakobus gerettet wurde. Der Ritter tauchte wieder aus den Wellen auf, von oben bis unten bedeckt mit Musscheln. An der Fassade unserer Herberge hängt eine grosse, bronzerne Jakobsmusschel,  entworfen von Hubertas Vater, Jan Bruin.  


unser Logo: der (Sternen)Weg

Der Glaube in ‘Heiligen Orten’ ist von allen Zeiten. So folgt der Camino de Santiago einen alten Weg der wohl schon von den Kelten gebraucht wurde. Dort, am Ende der Welt, ging die Sonne unter und begann das Reich der Toten und der Wiedergeburt. Erzählt wird auch das die Kelten wiederum einen alten Sternenweg vefolgten, der zurückführte nach dem verschwundenen Reich Atlantis.

In der “Codex Calixtinus”, das Pilgerbuch aus dem 12. Jahrhundert, wird der Camino beschrieben als die weltliche Repräsentation der Milchstrasse. Nach diesem Buch sah Karl der Grosse an einer  Nacht “einen Sternenweg”. Dieser lief vom Friesischen Meer bis (...) zu Galicien, wo derzeitig der Körper des seligen Jakobus ruhte ohne das mann davon wusste.” Jakobus selbst beauftragte Karl dem Grossen um “mein Pilgerweg (...) zu befreien, sodass man (..) mein Grab besuchen kann.” (Ob dies tatsächlich passiert ist oder nicht, Karl ist jedenfalls nie weiter als Zaragoza gekommen. Von hieraus machte er seinen berüchtigten Rückzug über Roncesvalles).

Die Flagge der europäischen Union ist beeinflußt durch den „ (Sternen) Weg“ nach Santiago de Compostela, der in der Vergangenheit ein wichtiges, verbindendes Element war. Inzwischen hat „Brüssel“ den Camino offiziell zum europäischen Kulturgut erklärt, auch in der Hoffnung, dass der Camino zur weiteren Einheit des heutigen Europas beiträgt.
Die Zeit wird den Erfolg zeigen, aber es ist vor dem Hintergrund der Erweiterung der EU im Jahre 2004 auf 24 Mitgliedsländer zu erkennen, das sich jedes Jahr mehr Pilger aus den neues Mitgliedsländern auf den Weg nach Santiago machen.

(Das „auf dem Weg sein“ ist auch eine bekannte Metapher für das Leben. Mehr Informationen hierzu findest du im Hauptteil ***)



Karl der Grosse und seinen Sternenweg

 



Die Flagge der europäischen Union

Santiago

Santiago ist der spanische Name für den heiligen Jakobus. Jakobus (der Ältere) war ein Apostel Jesu. Im Codex Calixtinus steht, dass er in Spanien gepredigt hat. Später ist er nach Jerusalem zurückgekehrt, wo er als Märtyrer starb. Sein Leichnam wurde, der Legende nach,  nach Spanien überführt. Dort ist er an dem Ort begraben, der heute Santiago de Compostela heißt. Im Codex wird beschrieben, wie das Grab im 9. Jahrhundert entdeckt wurde. Diese Neuigkeit verbreitete sich schnell und Compostela wurde einer der wichtigsten Pilgerorte. Außer in Rom war sonst nirgendwo in Europa ein Apostelgrab zu finden.

Während der Besetzung des heutigen Spanien durch die Mauren im Mittelalter, bekam der friedliebende Apostel eine neue Rolle „zuerkannt“, nämlich die des „Retters in der Not“. Sein Name wurde ein Schlachtruf, sein Beiname „der Maurentöter“. Die Vertreibung der Mauren aus Granada im Jahr 1492 bedeutete das Ende der Reconquista. Im selben Jahr wurde Amerika entdeckt. Dort kämpften die spanischen Conquistadores im Namen des Glaubens und des heiligen Jakobus weiter. Zahlreiche Städte und Ort Mittel- und Südamerikas wurden nach ihm benannt. Danach verlor „Santiago“ seine überragende Bedeutung. Erst im spanischen Bürgerkrieg wurde der Heilige wieder als Schutzpatron Spaniens, von General Franco in den Vordergrund gebracht bzw. mißbraucht. Die große Wiederbelebung des Caminos beginnt Ende der 80iger Jahre des vorigen Jahrhunderts. Franco ist Tod, Spanien eine Demokratie und der Camino wird zu einer Bewegung, mit der sich Zehntausende beschäftigen und überlegen, den Weg zu gehen.

Nach den schrecklichen Anschlag von Madrid am 11. März 2004 schrieb ein Pilger: „ich höre, fürchte ich, das Pferd des Maurentöters wieder schnaufen“. Hoffen wir, dass es nicht soweit kommt und das Santiago weiterhin nur als Pilger auf seinem Weg bleibt, friedlich und offen für Begegnung mit anderen Menschen, ungeachtet von Rasse, Politik oder Glauben.


Santiago: der Maurentöter“



Santiago: der Pilger“
(Santa Marta de Tera, Vía de la Plata)

heilige Orte

Santiago de Compostela ist neben Rom und Jerusalem einer der bedeutensten Orte des Christentums. Auch andere Weltreligionen haben ihre berühmten Pilgerorte, zum Beispiel der Islam (u.a. Mekka in Saudi Arabien und Jerusalem), der Buddhismus (u.a. Borobudur in Indonesien ) und der Hinduismus (u.a. Varanasi in Indien).

In diesen Orten wird das Göttliche als das Wahre erfahrbar. In Santiago de Compostela umarmen die Gläubigen die Statue von Jakobus hinter dem großen Altar. In Mekka laufen die Pilger während der großen Hadj, der jährlichen Pilgerreise um die Kabaa, dem Zentrum des Islam. Die Terassen von Borobudur führen die Pilger höher und höher zum Nirwana. In Varanasi waschen sich die Gläubigen im heiligen Ganges.


Santiago de Compostela: Haupteingang der Kathedrale ("Portigo de la Gloria")

 

          


Mekka: Pilger umrunden die heilige Ka´ aba

Borobudur: ein heiliger Berg, von Menschen geschaffen

Varanasi: Pilger am Ufer des heiligen Ganges