L'Esprit du ChemiN |
![]() unsere 2000er Gäste in 2006: Maurizio, Roberto und Giovanni, aus Italien
|
L'Esprit du Cheminist
eine Herberge von, für und durch Pilger,
die Die Herberge “L´Esprit du Chemin” wird ausschließlich von Freiwilligen, ehrenamtlichen Helfern, betrieben und hat nicht das Ziel, Gewinne zu erwirtschaften. Viele
Leute möchten den täglichen Stress eine Weile vergessen. Zurück nach
der Einfachheit, nach der Natur. Auf der Suche nach neuer Inspiration. Vieler
deren greifen ihre Wanderschuhe und gehen den Jahrhundertalten Jakobsweg
nach Santiago de Compostela (der "Camino"). Der Jakobsweg
spricht uns sehr an. Nicht zuletzt weil dieser Weg uns selbst auch viel
gebracht hat. Wir möchten einen Beitrag liefern sodass ‘der Geist des Weges’ erhalten und lebendig bleibt. Deshalb haben wir ein jahrhundertaltes Haus an dem Camino gekauft und umgebaut zu einer richtigen Herberge. Ein stimmungsvoller, schöner Ort, wo mann zur Ruhe kommt, sich duschen kann, und in einem herrlichen Bett schläft. Ein Treffpunkt wo zusammen mit uns und anderen Gästen gegessen wird. Also: eine Herberge wo mann kurz heimkommt. |
|
|
die GastwirteIn
den vergangenen Jahren haben wir selbst die Reise nach Santiago de
Compostela in verschiedener Art und Weise gemacht. In 1999 wanderte Arno in
100 Tagen von den Niederlanden, über Vézelay, Le Puy-en-Velay und Santiago, nach Cabo Fisterra.
Ein Jahr später, inspiriert
durch diese Reise, verliess
Huberta Le-Puy-en-Velay zu fuss und erreichte zwei Monate später
Santiago. Selbstverständlich
machen wir nicht alles alleine. Wir
bewirten die Herberge zusammen mit anderen Freiwilligen. Auch auf anderer Art und Weise bekamen und
bekommen wir viel Hilfe von Freunden: beim Umbau und der Aufrechterhaltung
unserer Herberge, bei der Übersetzung und Verwaltung dieser Webseite,
Rechtsberatung, usw. Ohne diese Hilfe würde es "L'Esprit du
Chemin" nicht geben. In 2008 bewirten Huberta und Arno die Herberge zusammen mit 27 `hospitaleros` aus 5 Länder. |
|
|
Tipp:
werde Gastwirt! Möchtest du als Freiwilliger in unserer Herberge "L'Esprit du Chemin" mitarbeiten? Dann nimm bitte Kontakt mit uns auf. Vielen Dank. |
|
unser LogoUnser Logo besteht aus drei Teilen die, unserer Meinung nach, zusammen "L'Esprit du Chemin" -der Geist des Weges- bilden: |
|
|
|
![]() |
|
unser Logo: die Musschel Der Camino de Santiago ist für uns eine wichtige Inspiration und weitaus die meisten unserer Gäste sind “Pilger”. Das Symbol des Camino’s ist, schon Jahrhunderte lang, die Jakobsmusschel. Bezüglich dieses Symbols, gibt es viele Legenden. Wie zum Beispiel die Geschichte des Ritters, der ins Meer geschleudert wurde, aber im letzten Moment von Jakobus gerettet wurde. Der Ritter tauchte wieder aus den Wellen auf, von oben bis unten bedeckt mit Musscheln. An der Fassade unserer Herberge hängt eine grosse, bronzerne Jakobsmusschel, entworfen von Hubertas Vater, Jan Bruin. |
|
|
unser Logo: der (Sternen)Weg Der Glaube in ‘Heiligen Orten’ ist von allen Zeiten. So folgt der Camino de Santiago einen alten Weg der wohl schon von den Kelten gebraucht wurde. Dort, am Ende der Welt, ging die Sonne unter und begann das Reich der Toten und der Wiedergeburt. Erzählt wird auch das die Kelten wiederum einen alten Sternenweg vefolgten, der zurückführte nach dem verschwundenen Reich Atlantis. In der “Codex Calixtinus”, das Pilgerbuch aus dem 12. Jahrhundert, wird der Camino beschrieben als die weltliche Repräsentation der Milchstrasse. Nach diesem Buch sah Karl der Grosse an einer Nacht “einen Sternenweg”. Dieser lief vom Friesischen Meer bis (...) zu Galicien, wo derzeitig der Körper des seligen Jakobus ruhte ohne das mann davon wusste.” Jakobus selbst beauftragte Karl dem Grossen um “mein Pilgerweg (...) zu befreien, sodass man (..) mein Grab besuchen kann.” (Ob dies tatsächlich passiert ist oder nicht, Karl ist jedenfalls nie weiter als Zaragoza gekommen. Von hieraus machte er seinen berüchtigten Rückzug über Roncesvalles). Die Flagge der europäischen
Union ist beeinflußt durch den „ (Sternen) Weg“ nach Santiago de
Compostela, der in der Vergangenheit ein wichtiges, verbindendes Element
war. Inzwischen hat „Brüssel“ den Camino offiziell zum europäischen
Kulturgut erklärt, auch in der Hoffnung, dass der Camino zur weiteren
Einheit des heutigen Europas beiträgt. (Das „auf dem
Weg sein“ ist auch eine bekannte Metapher für das Leben. Mehr
Informationen hierzu findest du im Hauptteil ***)
|
|
SantiagoSantiago ist der spanische
Name für den heiligen Jakobus. Jakobus (der Ältere) war ein Apostel Jesu.
Im Codex Calixtinus steht, dass er in Spanien gepredigt hat. Während
der Besetzung des heutigen Spanien durch die Mauren im Mittelalter, bekam
der friedliebende Apostel eine neue Rolle „zuerkannt“, nämlich die
des „Retters in der Not“. Sein Name wurde ein Schlachtruf, sein
Beiname „der Maurentöter“. Die Vertreibung der Mauren aus Granada im
Jahr 1492 bedeutete das Ende der Reconquista. Im selben Jahr wurde Amerika
entdeckt. Dort kämpften die spanischen Conquistadores im Namen des
Glaubens und des heiligen Jakobus weiter. Zahlreiche Städte und Ort
Mittel- und Südamerikas wurden nach ihm benannt. Danach verlor
„Santiago“ seine überragende Bedeutung. Nach den schrecklichen
Anschlag von Madrid am 11. März 2004 schrieb ein Pilger: „ich höre, fürchte
ich, das Pferd des Maurentöters wieder schnaufen“. Hoffen wir, dass es
nicht soweit kommt und das Santiago weiterhin nur als Pilger auf seinem
Weg bleibt, friedlich und offen für Begegnung mit anderen Menschen,
ungeachtet von Rasse, Politik oder Glauben.
|
![]() Santiago: „der Maurentöter“
|
heilige OrteSantiago de Compostela ist
neben Rom und Jerusalem einer der bedeutensten
Orte des Christentums. Auch andere Weltreligionen haben ihre berühmten
Pilgerorte, zum Beispiel der Islam (u.a. Mekka in Saudi Arabien und
Jerusalem), der Buddhismus (u.a. Borobudur in Indonesien ) und der
Hinduismus (u.a. Varanasi in Indien). In diesen Orten wird das Göttliche
als das Wahre erfahrbar. In Santiago de Compostela umarmen die Gläubigen
die Statue von Jakobus hinter dem großen Altar. In Mekka laufen die
Pilger während der großen Hadj, der jährlichen Pilgerreise um die Kabaa,
dem Zentrum des Islam. Die Terassen von Borobudur führen die Pilger höher
und höher zum Nirwana. In Varanasi waschen sich die Gläubigen im
heiligen Ganges. |
![]() Santiago de Compostela: Haupteingang der Kathedrale ("Portigo de la Gloria") |
|
|
![]() Mekka: Pilger umrunden die heilige Ka´ aba |
![]() Borobudur: ein heiliger Berg, von Menschen geschaffen |
![]() Varanasi: Pilger am Ufer des heiligen Ganges |